One Pot Gerichte sind ja voll im Trend und der totale Renner, aber eigentlich geht es ja dabei eher um Nudelgerichte. Ich hab euch, wie immer einfach, idiotensicher und gesund, ein Hühnchengericht gezaubert, dass mich in meine Kindheit zurück versetzt. Immer wenn mein Bruder und ich gefragt wurden, was wir denn gerne essen wollen kam wie aus der Pistole geschossen „griechisches Hühnchen, griechisches Hühnchen!“. Warum dieses Gericht, griechisches Zitronenhuhn heißt weiß ich nicht mehr, deshalb hab ich mich an meine Mama gewendet und mal nachgehakt. 

AKA griechisches Zitronenhuhn

Als ich mit meiner Mama über das griechische Zitronenhuhn geplaudert habe, musste ich natürlich nachfragen warum das denn so heißt. Die Erklärung war sehr simpel.

Ach das hab ich mal so in Griechenland gegessen!

Ich hatte mir hier eine spektakuläre Geschichte erwartet von ihrer Weltreise mit Liebesdramen und Co. Nix da! Es war einfach nur geil und lecker! Hand aufs Herz – ich kann das verstehen. Dieses Gericht ist eines meiner absoluten Favorits. Als ich nach einem Jahr Australien wieder nach Österreich zurück gekommen bin, hat mich meine Familie am Flughafen abgeholt und im Vorfeld – damals (2004) noch ohne Whats App oder ähnlichem – gefragt was ich mir denn zum Essen wünsche. Die Antwort war direkt „griechisches Zitronenhuhn“! Aber jetzt mal von vorne…

Regionale Schätze aus der Region Griechenland

Wie ihr ja wisst, mach ich dieses Jahr beim AMA Food Blog Award mit und versuche die Jury mit einfachen, aber gesunden Rezepten zu überzeugen – so auch mit meinem flotten Tomaten Dreier. Eine Kategorie ist dabei „Regionale Schätze“, die darauf abzielt, dass

„Rezepte aus dem Fundus deiner Familie oder einen Rezept-Klassiker aus deinem Heimatort“ 

präsentiert werden. Es wird „das beste regionale Gericht mit Geschichte prämiert.“

Warum ich also ausgerechnet ein griechisches Zitronenhuhn zubereitet habe sollt ich vielleicht erklären. 

Manche wissen es ja bereits, aber mein Nachname kommt aus dem Griechischen. Wir wissen allerdings nicht genau wie das ging, denn mein Opa kommt ursprünglich aus Tschechien und da er während des 2. Weltkrieges nach Österreich geflohen ist haben wir keine Unterlagen mehr um alles zu recherchieren. Noch dazu ist mein Nachname so selten, dass fast alle Familien mit diesem Namen (bis auf eine in Deutschland) mit mir verwandt sind. Daher wussten wir lange nicht, dass es ein griechischer Name ist, bis wir eines schönen Sommertages nach Griechenland geflogen sind und sich die Rezeptionisten zerkekst haben vor lachen (Mein Nachname bedeutet anscheinend etwas sehr Witziges 😉 – falls ihr wisst, was es ist, schreibt mir doch…! Die Auflösung verrate ich euch dann auch).

Zurück zum Hühnchen… Also dieses Gericht hab ich von meiner Mama gelernt und jedes Mal wenn es auf den Tisch kam befanden sich mein Bruder und ich sich im Krieg! Wer bekommt mehr von den Kartoffeln, den Zwiebeln der Soße und dem Hühnchen. Obwohl, ehrlicherweise ging es uns damals noch primär um die Beilagen. Aber auch heute noch hat sich kaum etwas geändert, außer die Falten auf der Stirn. Wenn sich der Raum mit dem herrlichen Duft füllt werden aus Geschwistern sofort Feinden und aus Schwägern werden Erzfeinde – der Futterneid is ein Luder!

Zutaten:
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • Saft von 4 Zitronen
  • 6 große Knoblauchzehen
  • 1kg Kartoffeln
  • 1 kg Zwiebeln
  • 1 kg Hühnerteile (Schenkel und Rückenteile)
Zubereitung:
  • Olivenöl, Zitrone, Salz und gepressten Knoblauch miteinander verrühren – am besten direkt im Brüter
  • Kartoffel schälen und in Schiffchen schneiden 
  • Zwiebeln schälen und vierteln
  • Zwiebel und Kartoffeln anschließend in der Zitronen-Knofi Marinade zeihen lassen – etwa 30 min. sind ausreichend
  • Hühnchen waschen und auf die Kartoffel-Zwiebel Schicht legen
  • Das Hühnchen geht jetzt ins Rohr bei 180°C Umluft und darf dort brutzeln für ca. 30 min. und anschließend wenden
  • Kleiner Tipp: am besten ihr schaut euch das Huhn immer wieder mal im Rohr an. Wenn es auf der oberen Seite knusprig ist, ist der Zeitpunkt erreicht das Huhn zu wenden
  • Wenn ihr bemerkt, dass keine Flüssigkeit mehr in eurem Bräter ist, einfach ein wenig Wasser (ca. 2-3 EL) dazu geben und etwas schwenken – es geht dabei darum, dass der Rand benetzt wird, da euch die Kartoffel sonst am Rand festkleben
  • Nochmal 30 min. Braten lassen und Hühnchen nochmal wenden, sodass die Hautseite oben ist.
  • Das Wasserrritaul nochmal wiederholen
  • Je nach Größe der Hühnerteile, nochmal ca. 15 min brutzeln lassen, bis die leckere Hühnerhaut knusprige Blasen wirft. 

Am besten ihr kontrolliert das ganze immer wieder mal. Da die Küche fantastisch duftet, lohnt sich der regelmäßige Blick in den Ofen schon alleine deswegen, dass einem das Wasser im Mund zusammen läuft.

Hühnchen du Superstar des Eiweiß

Das Hühnchen ein unfassbar guter Eiweiß-Lieferant ist, ist hinlänglich bekannt. Aber sehen wir uns doch nochmal an wie das mit dem Eiweißbedarf genau ist. 

Das wichtigste für den Muskelaufbau ist natürlich Training. Ohne Training wird das nix – vom Eiweiß futtern alleine wird der Muskel nicht wachsen. Also los gehts mit dem Training und als Trainerin helfe ich euch gerne dabei – Erstgespräch ist natürlich kostenlos und unverbindlich. Traut euch den Schritt in Richtung gesundes Leben und Muskelwachstum mit mir zu gehen.

Wenn ihr schon trainiert ist Eiweiß euer bester Freund, denn genau das braucht der Muskel um zu wachsen und gedeihen. Um ausgewogen und gesund zu leben wird 0,9 – 1,5 g/kg/Tag empfohlen. Je nach Trainingszustand und je nachdem wie oft trainiert wird wird das ganze berechnet. Als Beispiel:

  • Frau – 68kg – 30 Jahre alt – regelmäßiger Sport: 68g (=1,0g/kg)
  • Frau – 68kg – 30 Jahre alt – Kraftsport : 102g (=1,5g/kg)
  • Frau – 68kg – 30 Jahre alt – Ausdauersport : 95g (=1,4g/kg)

Wieviel Eiweiß hat das griechische Zitronenhuhn

Also pauschal lässt sich das natürlich nicht sagen, aber ich hab euch ein paar Richtwerte zusammengestellt. Die folgenden Angaben sind natürlich nicht immer gleich und bitte nur als grober Richtwert zu sehen.

Bezogen sind die Werte auf 100g des jeweiligen Lebensmittels:

  • Hühnerschenkel – 20g Eiweiß
  • Kartoffel – 1,7g Eiweiß
  • Zwiebel – 1,0 g Eiweiß

…und zu guter Letzt

Ich bin keine begnadete Köchin, aber auch dieses Gericht ist wieder soooo simpel, dass sogar meine begrenzten Fähigkeiten ausreichen um eine Geschmacksexplosion zu erschaffen. Traut euch, denn das einzige, dass kompliziert ist, ist das regelmäßige Hühnchen wenden 😉 Ihr könnt gerne nachfragen, falls ihr Fragen habt. Erreichbar bin ich hier oder über meinen Instagram Account und Facebook. Ihr könnt euch bei mir trainieren, da ich ja auch Personal Trainerin bin. Ich freu mich mit euch in Kontakt zu bleiben!

Ich wünsch euch viel Spaß beim nachkochen und genießen,
eure Pseudo-Griechin Lela 🙂

Disclaimer

P.S.: Bilder sind out of cam – Secret Garden Photography (hier könnt ihr auf Instagram immer wieder mal Bilder von mir sehen! Es ist ein heiß geliebtes Hobby.)

P.P.S.: Das gestickte Huhn auf dem Bild ist natürlich aus Portugal, aber hey, ein bissi multikulturellen geht immer 😛

P.P.P.S.: Werbung! Vermutlich ist hier wieder Werbung zu deklarieren, da ich Verlinkungen und Co gesetzt habe. Also gut…dann halt Werbung, weil Verlinkung und Namensnennung!

P.P.P.P.S.: Eure Daten sind bei mir sicher – solltet ihr dazu etwas wissen wollt, kennt ihr ja mein Impressum oder fragt einfach direkt nach!

One Pot – Griechisches Zitronenhuhn

Beitragsnavigation


2 Gedanken zu „One Pot – Griechisches Zitronenhuhn

    1. Lieber Taha 🙂
      Schön, dass dir die Rezepte gefallen! Ich versuche immer ganz einfache Rezepte zu gestalten, die wirklich jeder (sogar ich) kochen können! Hab noch einige in der Pipeline und freu mich wenn ich dich damit inspirieren kann!

      Liebe Grüße, Lela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.