Zu Ostern ging es für mich ab ins schöne Ländle um ein paar Familienfeste zu feiern und  die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings zu genießen. Der Löwenzahn stand bereits in voller Blüte und temperaturbedingt war es als, wäre der Sommer bereits in den Stratlöchern. Als Selbstständige könnte ich ja ständig arbeiten, aber ich habe mir ausnahmsweise mal ein paar Tage Pause gegönnt und mich stattdessen etwas gewidmet, dass ich schon lange ausprobieren wollte – die Löwenzahnmarmelade! Löwenzahnblätter sind ja mittlerweile eine läufigere Zutat in diversen Salaten, aber wusstest du, dass die Blüten hervorragend geeignet sind um eine Marmelade daraus zu machen die wie das blühende Leben schmeckt?

Löwenzahn – Frühlingsbote mit sonnigem Geschmack

Wenn es draußen wieder wärmer wird und die ersten Frühjahrsboten erwachen, dann lacht uns auch der Löwenzahn an sonnigen Tagen entgegen. In der Früh gehen die gelben Blüten auf und leuchten der Sonne entgegen, es wirkt fast als würden sie um die Wette strahlen. Da ich ja für mein Leben gerne experimentiere, als studierte Biotechnologie wohl nicht überraschend, hab ich in einem ruhigen Moment eine Packung Gelierzucker geschnappt und mir die Packung durchgelesen…Warum also nicht mal versuchen aus Löwenzahnblüten eine Marmelade zu machen. Kurz recherchiert, ob die Blüte in irgendeiner Form giftig ist und los ging das Experiment, denn sie ist es nicht 😉 Meine Mama, die bei sowas etwas versierter ist als ich, hat mir geholfen.

Zutaten:
  • 5 große handvoll frisch aufgegangene Löwenzahnblüten
  • 1 Bio Zitrone (bzw. Eine Zitrone, die frei von Spritzmitteln ist)
  • 1,2 Liter Wasser
  • 0,5 kg Gelierzucker (1:3)
  • Optional: Fruchtgelee z.B.: Quittengeleee
Rezept:
  • Ab gehts auf die Wiese um in der Mittagssonne die voll aufgegangenen Blüten zu sammeln.
  • Die gelben Blütenblätter vom Körbchen abschneiden und sammeln – die Körbchen am besten kompostieren
  • Die gelben Blütenblätter werden mit Wasser übergossen
  • Dazu kommen noch Zitronenscheiben
  • Das ganze jetzt für ca. 10 min köcheln lassen und dann abgedeckt über Nacht stehen lassen.
  • Am nächsten Tag werden die Zitronenscheiben raus gefischt und der Rest (Wasser und Blütenblätter) püriert.
    kleiner Tipp: Wer noch ein zusätzliches Aroma verbinden will, kann ein Gelee jetzt hinzufügen. Ideal eignet sich zum Beispiel ein Quittengelee.
  • Den Gelierzucker im angegebenen Verhältnis hinzufügen
  • Jetzt wird die fast fertige Marmelade nochmal aufgekocht für ca. 4-5 min.
  • Die heiße Masse in saubere, ausgekochte und in noch heiße Gläser abfüllen und verschließen.
  • Auf den Kopf stellen – die Gläser, nicht du – und auskühlen lassen.

Aufgepasst: Die Masse wird nicht ganz fest, aber sehr dickflüssig. Wer es marmeladiger mag, der nimmt weniger Wasser oder ein anderes Verhältnis beim Gelierzucker.

Und das wars auch schon. So simpel und einfach wird Löwenzahnmarmelade gemacht. Als nächstes werd ich mir eine andere Blume suchen mit der ich das Experiement wiederhole. Ich hab da schon ein paar Ideen 🙂 Bis dahin versuch einfach mal dieses Rezept.

Die Marmelade passt super als Frühstückssnack auf dem Butterbrot, oder als geschmackliches Highlight zu Topfen mit Beeren oder als Zutat für mein Melanzanirezept. Sei kreativ!

In diesem Sinne – sonnige Grüße von der Löwenzahnwiese,
Lela

P.S: Schau auf Instagram und Facebook vorbei – hier gibt es auch eine Schritt für Schritt Anleitung für das Melanzanirezept – in meinen Highlights unter „Secret Cooking“ 

Disclaimer:

  • Fotos sind von mir gemacht worden und bearbeitet
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Löwenzahnblüten Marmelade

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