Kürbis und Kürbiskerne sind ja bekanntlich in aller Munde – im wahrsten Sinne des Wortes – besonders im Herbst oder so wie jetzt am Wochenende beim Steiermark Fest am Rathausplatz! Als Kind hab ich regelmäßig die Kürbiskerne aus dem Kürbis geholt und wir haben sie dann vorm Haus getrocknet. Das war immer eine Sauerei, aber lustig. Die gleiche Sauerei (ok…eine ähnliche) hab ich neulich in meiner Küche veranstaltet und mich an Kürbiskernschnitzel von der Pute herangewagt. Diesmal hab ich die Kürbiskerne zwar gekauft, aber wie ihr wisst hab ich ja einen kleinen Dachgarten auf dem auch immer wieder Kürbisse wachsen – dieses Jahr hat es leider nicht geklappt mit Kürbiskernen aus Eigenanbau. Dafür haben meine Tomaten eine Rekordernte abgeworfen.

Kürbiskerne – steirischer Nationalkern

Die Steiermark kreuzt konstant mein Leben in irgendeiner Art und Weise. Da hab ich mich ja irgendwann mal verlieben müssen. In diesem Fall red ich aber nicht von einem steirischen Naturburschen, der hobbymäßig jagt und Ski fährt wie ein junger Gott und beim „Hallo“ schon bellt wie ein Labrador. Ich rede diesmal von Kürbiskernen.

Ganz im Sinne des Reduce Food Waste Gedanken werden neben dem leckeren Fruchtfleisch der Kürbisse auch immer die Kerne genutzt! Diese Kerne sind kleine Wunderwaffen der Natur. Das Bundesland des Kernöl – auch grünes Gold – hat natürlich auch die Kerne die dafür notwendig sind in Massen. Diese Kerne sind natürlich voller guter Öle – darunter Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure und Linolsäure. Die meisten von uns kennen Kürbiskerne allerdings vor allem im Zusammenhang mit der Prostata und der Blase! Ja auch diese Organe sind wichtig, aber ich erzähl euch lieber etwas über Kürbiskerne, dass nicht ganz so bekannt ist. Zuerst aber noch zu den Inhaltsstoffen.

Der Kern der Sache – Inhaltsstoffe

Da ich bei meiner Recherche keine exakten Zahlen gefunden habe, hab ich mir die Packung geschnappt 😉
Die Kerne sind natürlich Kalorienbomben – 595 kcal/100g! Aber das sind Kalorien die aus einer guten Zusammensetzung heraus vorhanden sind. Natürlich ist viel Fett in den Kernen (sonst würde das mit dem Öl ja nicht klappen) – 48g/100g. Bei den Kohlenhydraten sieht es ganz anders aus – 1,3g/100g – im Vergleich zu den Ballaststoffen – 6,3g/100g!

 

Das spannendste für uns Sportler ist ja immer der Eiweißgehalt. Der kann sich bei den kleinen Dingern echt sehen lassen. In 100g Kürbiskernen stecken 37 (!)g Eiweiß! Das ist schon eine ganze Menge…und weil das noch nicht reicht ist die biologische Wertigkeit von diesem Eiweiß auch noch außergewöhnlich hoch!! Das Protein aus den Kürbiskernen hilft auch unserer Leber. Unsere Leber ist ja, wir wir schon aus meinem Detox-Beitrag wissen, wichtig um gesund zu bleiben und Schalstoffe aus dem Körper zu entfernen.

Vitamine und Enzyme finden wir auch zu genüge in den Kernen – darunter Vitamin E, B-Vitamine (B1, B2, B6), Vitamin C, A und D, Magnesium, Eisen, Zink und Selen und die Phytosterine. Dadurch ist Kürbiskerne naschen schon fast eine Nervensache!

B-Vitamine sind für unseren Körper essentiell wenn es um gesunde Nerven und ein funktionierendes Gehirn geht. Stoffwechsel und Muskeln profitieren ebenfalls von den B-Vitaminen.

Vitamin E arbeitet an der Zellerneuerung mit und wirkt antioxidativ – das heißt freie Radikale werden gefangen und die wollen wir wirklich nicht in unserem Körper. Diese freien Radikale lassen uns unter anderem Altern – Also Danke Kürbiskern, du Jungbrunnen.

Kürbiskerne – Antidepressiva in grün

Das Thema Depression beschäftigt mich schon sehr lange! Seit ich mich mit diesem Thema beschäftige achte ich immer sehr auf die Menge an Tryptophan die in Lebensmitteln Vorhanden ist. In Kürbiskernen ist das eine ganze Menge – etwa 360mg Trapptophan sind in 100g Kürbiskernen enthalten. Aber warum ist es denn so wichtig? Die Sache ist die, dass Tryptophan im Körper umgewandelt wird zu Serotonin – ein komplexer biochemischer Prozess! Serotonin wiederum ist das Hormon in unserem Körper, dass für die Stimmungslage zuständig ist. Ein zu niedriger Spiegel resultiert häufig in Depression! Genaueres erfahrt ihr hier.
Wenn wir schlafen – wir wissen ja schon, dass Entspannung ein wichtiges Trainingsprinzip ist – wird Serotonin in Melatonin umgewandelt. Dieses Hormon sorgt jetzt wieder dafür, dass wir müde werden, gut schlafen und uns auch dabei erholen. Und mal Hand aufs Herz – wer von euch ist denn schon gut drauf, wenn zu wenige geschlafen wurde?
Wenn wir als zu wenig Tryptophan aufnehmen hat das Auswirkungen aus Stimmungslage und Schlaf! Ein Grund mehr Kürbiskerne zu naschen!

Kürbiskernschnitzel – einfach und leckeres Rezept zum Nachmachen

Zurück zum Schnitzel! Ich bin ein Riesen Fan von österreichischer Küche und liebe Schnitzel. Da aber Gesundheit und gesunde Ernährung für mich essentiell ist, hab ich versucht das klassische Schnitzel zu verändern.

Zutaten:

  • Putenbrust
  • Eier
  • Süßlupinenmehl (wenn ihr das nicht habt, geht auch jedes andere Mehl, dass ihr mögt)
  • Kürbiskerne (zerkleinert – am besten mit einem Messer in kleine Stücke schneiden)

Zubereitung:

  • Zuerst schneidest du das Putenfleisch zurecht. Wie du das schneidest bleibt dir überlassen. Pass nur auf, dass die Stücke nicht zu dick sind
  • Schnitzel flach klopfen – jaaaa…das geht wieder mal schön in die Arme!
    kleiner Tipp: ihr könnt euch auch schon fix fertiges Schnitzelfleisch im Supermarkt holen
  • Eier verquirrln (verrühren)
  • Süßlupinenmehl und zerhackte Kürbiskerne vermengen. Je nach Gusto könnt ihr mehr oder weniger Kürbiskerne nehmen.
  • Jetzt kommen die Schnitzel zuerst ins Mehl (nur Süßlupinenmehl), dann in die Eimasse und dann in die Mehl-Kürbiskernmasse … und schon sind die Schnitzel paniert 🙂
  • Dann ab in die Pfanne! Ich bin kein Fan von frittieren und in heißem Öl raus backen. Ich benutz gerne Kokosfett. Das funktioniert auch und das Schnitzel trieft nachher nicht vor Öl.

So einfach ist das Ganze. Wirklich simple und total gut!

Kleiner Tipp: Macht doch gleich mehrere Schnitzel wenn ihr schon dabei seid. Ihr könnt sie vielseitig einsetzen 😛

Macht euch doch einfach ein paar Kartoffelpuffer dazu und genießt das Schnitzel als herzhaftes Sonntagsdinner. Oder ihr macht euch einen knackigen Salat und schneidet das Schnitzel in Streifen und legt diese dann auf den Salat. Der Salat eignet sich ideal zwischen den Workouts als Proteinbombe 🙂 (natürlich je nach Zutaten).

Und die Moral von der Geschicht…

Kürbiskerne sind super – das haben wir jetzt verstanden! Wenn du neben den Kürbiskernen noch mehr tun willst für dein Wohlbefinden, dann ist auch Sport super. Du bist nachher ausgepowert, deine Muskeln werden beansprucht und du schlaft deutlich besser! Gerne trainier ich mit dir – meld dich doch zu einem gratis Erstgespräch 🙂
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kernig, grüne Grüße
eure Lela

Ein dickes fettes Dankeschön geht natürlich an meine liebste Cathi für diese wahnsinnig schönen Fotos! Danke Danke!!

Kürbiskerne – Kern der Sache in grün – Kürbiskernschnitzel

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