Als ich meinen Entsafter im Sommer 2018 bekam, schlug mein Herz höher und sofort wurde alles entsaftet, das ich in die Finger bekam. So entstand auch mein grüner, orangener und roter Saft. Jedes mal hab ich mir dabei aber gedacht, dass es eigentlich schade ist wenn der Trester (der entsaftete Feststoff) nur in den Müll wandert. Kurzerhand hab ich den Karottentrester begonnen in meine Tomatensoßen zu rühren, den Trester der Kräuter getrocknet und als Gewürz benutzt, der Apfeltrester ist in mein Müsli bzw. zu dem Kürbis-Haselnuss Granola gewandert. Das alles entspricht dem Gedanken von Reduce Food Waste. Dazu hab ich euch ja schonmal ein paar Zahlen zusammengefasst mitsamt Rezeptvorschlag für das Wassermelonen-Chutney. Ihr seht, bei mir hängt immer wieder was zusammen. Aus den roten Rüben hab ich ein Gericht gezaubert, dass ich euch im Detail vorstellen will. Meinen Hot Pink Veggie Burger.

Rote Rübe – pinke Power…in Burger Form

Das die rote Rübe oder wie sie in Deutschland genannt wird, die rote Beete ein Superfood sind hab ich euch schonmal erzählt in meinem rote Rüben Liebestrank. Ich mag ja rote Rübe in sogut wie jeder Form und Burger liebe ich ja auch. Der Burger entstand direkt nach dem entsaften der Rübe – hab ich ja schon erzählt. Als ich damit fertig war, hab ich bemerkt, dass die Supermärkte bereits geschlossen hatten und ich musste mir kreativ etwas zaubern. Und genau so entstand der Burger. Kühlschrank auf und Kreativität angeworfen, ging es an die Rezeptentwicklung durch Zufall.

Zutaten – Hot Pink Veggie Burger
  • Rote Rüben Trester
  • Mehl (Kokos od. Weizen od. Vollkorn od. Buchweizen oder oder oder)
  • Eier
  • Joghurt
  • Olivenkraut – aus dem eigenen Secret Garten
  • Weiße Tomaten (oder jede andere, wenn ihr keine weißen bekommt) – ebenfalls aus Eigenanbau
  • Ruccula – der wächst bei mir zwischen den Fugen der Bodenplatten (wenn ihr den einmal habt, dann habt ihr ihn für immer) – daher auch aus Eigenanbau
  • Eiweißbrot
  • Zitronensaft
  • Salz & Pfeffer
  • Für das „Hot“, mit Chilli würzen 😉 – die Chilis sind gesammelt aus den vielen Jahren in denen sie im Secret Garden schon wachsen. Aus welchem Jahr ich diesmal eine erwischt habe, kann ich leider nicht mit letzter Sicherheit sagen.
Zubereitung:
  • Der Trester wird mit den Eiern vermengt. 
  • Dazu kommt das Mehl bis das ganze eine homogene Masse ergibt. Ihr müsst natürlich nicht unbedingt Kokosmehl nehmen. Ihr könnt auch Weizenmehl oder jedes andere nehmen, dass ihr zuhause habt.
  • Würzen mit Salz und Pfeffer und optional, wenn ihr es gerne scharf habt, dann noch Chilli dazu geben
    Kleiner Tipp: Je nachdem wie trocken euer Trester ist, kann sich die Menge ändern – sowohl bei Eiern, als auch bei dem Mehl
  • Aus der pinken Masse, werden jetzt die Pink Paddies geformt. Größe und Masse könnt ihr frei wählen. Bedenkt nur, dass dickere  Pink Paddies auch länger brauchen bis sie „gar“ sind.
  • In einer Pfanne ein wenig Kokosöl erhitzen und die Pink Paddies von beiden Seiten anbraten.
  • Während die Pink Paddies vor sich hin bruzeln, wird die Sauce vorbereitet. Olivenkraut klein schneiden und mit dem Joghurt vermischen, Salz und Pfeffer dazu und wenn ihr es gerne sauer mögt, noch ein paar Spritzer Zitronensaft
  • Ruccula zurechtputzen und Tomaten schneiden
  • Burger zusammenbauen: Ruccula auf das Brötchen, Pink Veggie Paddie, Tomatenscheibe, Joghurt-Olivenkraut Soße und Brötchen-Deckel drauf

Tipps zu den Mengen

Da der Feuchtigkeitsgehalt des Tresters je nach Entsafter komplett unterschiedlich sein kann geb ich euch diesmal keine Mengenangaben sondern folgende Tipps:

  1. Ihr könnt als Orientierung, 1 Ei pro handvoll Rübentrester rechnen
  2. Ihr benötigt so viel Mehl, dass die Trester-Ei-Mischung homogen ist und dabei klebrig wird, dabei aber nicht an den Fingern kleben bleibt. Ei und Mehl sorgen für die nötige Bindung!
  3. Wenn ihr das klassische Eiweißbrot nehmt, wie auf dem Bild, dann empfehle ich euch 2 Paddies und 1 ganze Tomate – weiße Tomaten sind nicht so groß, also reicht meistens ein Stück völlig aus
  4. Ruccula einfach so viel nehmen, wie ihr möchtet. Die Blätter haben ein sehr intensives Aroma!
  5. Für einen Burger benötigt ihr etwa 2 EL Joghurt und 4 Messerspitzen voll gehacktem Olivenkraut
  6. Chilli: je mehr, desto schärfer 😉 Alternativ könnt ihr auch geriebenen Ingwer nehmen. Passt auch super zur roten Rübe

Scharf – Schärfer – Chili

Habt ihr gewusst, dass die Schärfe der Chilis durch Capsaicin kommt? Dieses Alkaloid ist das Maß, dass die Schärfe bestimmt. Entdeckt und isoliert wurde, diese natürlich vorkommende, organische Molekül im 19 Jahrhundert. Aber nicht nur in Chilis ist es zu finden, auch in Zimt, Koriander und sogar Oregano taucht es auf. Jedoch in geringeren Mengen!
Wie scharf eine Chili ist, gibt der Scoville Wert – genauer gesagt, die Scoville Heat Units (SHU) – an. Capsaicin pur (reines Capsaicin) hat einen SHU Wert von 16.000.000 SHU. Das bedeutet, dass 16.000 Liter Wasser benötigt werden um die Schärfe zu neutralisieren. Ihr merkt, der SHU Wert gibt somit Auskunft darüber, wieviel Wasser benötigt wird um die Schärfe zu neutralisieren – je höher, desto mehr Wasser wird benötigt, desto schärfer ist die Chili 😉

Schärfe äußert sich, genau genommen wie Schmerz im Mund und Rachenraum, der von den Schleimhäuten erzeugt wird. Durch diesen scharfen Schmerz reagiert der Körper mit einer Abwehrreaktion in Form von schwitzen und manchmal sogar ein Würgen.
Ihr kennt sicher alle, eine Person die mit Schärfe kein Problem hat. Das kommt vermutlich auch daher, dass die Toleranz gegenüber der Schärfe „trainiert“ werden kann. Aber aufgepasst, dass ihr nicht übertreibt…das brennt dann vermutlich doppelt

Trainieren um scharf zu werden?

Also grundsätzlich ist das persönliche Empfinden dem Körper gegenüber das wichtigste und das bestimmt meist schon ob wir uns als „scharf“ wahrnehmen oder nicht. Tatsächlich kann aber scharfes Essen dabei helfen, den Stoffwechsel anzukurbeln und das hilf beim abnehmen. Wenn ihr da noch mehr Hilfe wollt, könnt ihr auch mit mir trainieren oder einen Trainingsplan von mir erhalten. Meldet euch einfach zum Erstgespräch – kostenlos und unverbindlich 🙂
Ihr könnt auch über Instagram vorbei schauen oder auch über Facebook mit mir Kontakt aufnehmen. Ich wünsch euch viel Spaß beim entsaften und dem Verwerten der Tresterreste.

Scharfe Grüße,
Lela

Disclaimer:

  • Die Zutaten aus dem eigenen Garten sind 100% Bio
  • Bilder sind von mir geschossen worden 🙂
  • Deine Daten sind bei mir sicher, bei Fragen, melde dich!
  • Bei Kommentaren wird davon ausgegangen, dass die damit verbundene Veröffentlichung in Ordnung geht.
Hot Pink Veggie Burger – Aktion scharf gegen Food Waste

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