Ich habe gefastet! Ja nicht so wie viele andere – Alkohol, Süßigkeiten, oder ähnliches…ich habe gefastet und dabei etwas über mich gelernt. Aber mal eines nach dem anderen. Die Fastenzeit kommt ja eigentlich aus einer religiösen Geschichte heraus. Da ich aber ungefähr so katholisch bin wie mein Kühlschrank, kenn ich sie nicht wirklich gut. Aber die Fastenzeit war diesmal ein Anlass zu einem Selbstversuch für mich. Lasst das Fasten beginnen!

Fasten mal anders

Rund um mich herum auf den diversen Social Media Kanälen, wurde das Ende des Faschings mit dem Beginn der Fastenzeit eingeläutet und ich musste mich so ärgern, dass ich erst nach einer langen Sporteinheit wieder runter kam auf Normaltemperatur. Der Grund warum ich mich ärgern musste hat wiedermal mit meiner „geliebten“ Schilddrüse zu tun…Naja…lange Rede, kurzer Unsinn! Ich hab mich am nächsten Tag dann nochmal geärgert…darüber, dass mich Kleinigkeiten immer wieder aus dem Konzept bringen und mir meinen Tag versaun. Also hab ich beschlossen zu Fasten. Ich habe Stress, negative Energien, Sorgen, etc. gefastet. Ich wollte die Fastenzeit nutzen das Leben gelassener zu sehen und versuchen einen Lebensstil zu finden mit dem ich ruhiger werde. Denn, obwohl ich Entspannungstrainerin bin, ist die eigene Entspannung manchmal schwieriger als gedacht.

Das Experiment beginnt…mit Kaffee

Kurz darüber nachgedacht und los ging es. Bereits der erste Morgen stellte mich vor eine Herausforderung. Ok…das ist jetzt sudern auf hohem Niveau, aber wie es der Teufel will, war an dem Tag – ich hatte es eilig – alles an der Kaffeemaschine zu befüllen, zu wechseln und zu entleeren, was nur geht (Satzbehälter, Wassertank, Bohnen, Überlauf,….ihr versteht). Also gut! Ohne ärgern und fluchen wurde alles erledigt und der Kaffe in den To Go Becher gefüllt und los ging der Tag!

Das Experiment geht weiter…mit dem Hosendilemma

Nach den ersten Meetings schlüpfte ich wieder in meine Sportklamotten. Berufsbekleidung bei mir. Da ich noch immer ca +7kg seit der Schulter OP habe passte natürlich die Hose nicht richtig, die ich eigentlich anziehen wollte.

Das ist zum aus der Haut fahren…Cool bleiben hab ich mir gesagt…du bist seit Jänner 2019 wieder am trainieren…dran bleiben, das wird schon wieder.

Ab ins Auto und los zu den Trainings in Carnuntum. Na da kann doch eigentlich nix mehr schief gehen…Pustekuchen! Kaum im Auto begann die echte Challenge des Tages – Autofahren. Oh mein Gott, wie viel ich mich ärgern kann beim Auto fahren!!! Natürlich sollte am ersten Tag meines Fasten-Experiments Stau am Programm stehen. Von der Autobahn runter weiter auf der Bundesstraße waren meine zwei persönlichen Geduldsproben auf der Straße 

  1. Personen, die bei einer Kurve auf 10 km/h runter bremsen und
  2. LKW’s ohne Möglichkeit zu überholen.

Hui…das war eine echte Challenge das Fasten nicht zu unterbrechen!

Wo soll das nur ende…in einem schwedischen Möbelhaus

Die erste Woche sollte sich als schwerste entpuppen! Es war fast wie eine Umstellung, die einige Probleme bereit hielt. In der zweiten Woche des Fastens, kamen mein geliebter Schatz und ich auf die großartige Idee, die Küche umzubauen, und weil das nicht reicht, an seinem Geburtstag! Schwedischen Möbelhaus is natürlich eine ganz ausgezeichnete Idee gewesen um weiter zu fasten … NOT! Erstaunlicherweise ging es gut! Wie gesagt, war auch noch sein Geburtstag und ich hatte mit seinen Freunden eine Überraschungsparty geplant. Im Laufe des Nachmittags wurde ich dann schon leicht nervös, denn die Zeit lief und lief. Am Weg zur Überraschungsparty meinte er dann noch, dass wir ein neues Lokal versuchen könnten…ihr könnt euch mein Stresslevel vorstellen? Nope! Ich war immer noch entspannt – ich konnte es selber nicht glauben.

Woche drei hatte es in sich, da es eine arbeitsintensive Woche war, bevor es in den Urlaub ging. Nerven aus Drahtseil waren gefragt und zu meiner Verwunderung waren es nur Nerven aus Alufolie die nötig waren, denn das Stress/negative Energie Fasten zeigte seine ersten Erfolge. Im Urlaub war es ziemlich easy, denn ich hatte eine tolle Zeit und konnte trotz Mietauto, falsche Fahrspur – wir waren in Irland – die Zeit genießen und auch den zweiten Teil des Urlaubs beim Skifahren. Den meisten Stress hatte ich, mich mit Sonnencreme einzuschmieren.

Ein Ende in Sicht…aber braucht es das überhaupt?

Die letzten Wochen bis zum Ende der Fastenzeit waren dann sehr ambivalent. Neben beruflichen Stresseinheiten, war auch einiges auf meiner To Do Liste, dass mich normalerweise in Angst und Bangen versetzt und an mein nervliches Limit bringt. Dem war diesmal nicht so. Aus mir unklaren Gründen konnte ich diesmal alles sehr locker weg stecken.

Fazit: ich kann das Stress Fasten jedem empfehlen. Ich werde weiter damit machen, da ich wirklich merke wie sich Dinge in der Wahrnehmung und in meiner Art damit umzugehen ändern. Nur das schimpfen beim Autofahren…das werd ich nicht mehr fasten! Was sein muss, muss sein 😉

Hier noch ein paar Tipps für das Stress-negative Energie Fasten:
  1. Versuche zu Beginn der Fastenzeit, das Autofahren zu meiden. Das gilt natürlich vor allem für Personen, die schnell „nervös“ werden beim Autofahren. Je später du dich hinter das Lenkrad klemmst, desto leichter wird dir das Autofahren fallen.
  2. Sprich Dinge an, die dich beschäftigen und dir den Tag versauen. Lös diese Dinge so wie du es mit dir vereinbaren kannst. Manchmal ist es vernünftiger einen Schlussstrich zu ziehen und das Thema zu begraben. Manchmal ist es vernünftiger einen Schlussstrich unter Probleme zu ziehen und neu anzufangen. 
  3. Dein Job darf dich niemals zur Verzweiflung bringen. Punkt! Nothing more to say…! Das ist so schwierig, aber tatsächlich so wichtig…
  4. When in doubt, travel! Wohin du reist ist deine Sache. Ob du in eine andere Stadt reist, eine anderes Land erkundest oder einfach nur einen Ausflug an einen schönen neuen Ort machst. Etwas neues zu erleben ist gut für die innere Zufriedenheit!
  5. Me-Time! Nimm dir Zeit für dich und überlege was dir wichtig ist. Ist der Grund für deine schlechte Laune es wirklich wert, dass es er dir den Tag versaut oder gibt es eine einfache Möglichkeit alles zu lösen. Während der Me-Time kannst du aber nicht nur Probleme wälzen und dafür Lösungen finde. Die Zeit ist sicherlich sinnvoll genutzt, wenn du auf positives in deinem Leben blickst. Sei es in deinem Job – was du schon alles erreicht hast, in deinem Privatleben, in deiner persönlichen Entwicklung.
  6. Lebe Gesund! Lebe so, dass du immer die beste Version von dir selbst bist, mit allen Ecken und Kanten die dazu gehören. Achte auf einen gesunden Lebensstil, denn so kannst du sicherlich jede Hürde meistern und langfristig negative Energien von dir fern halten.
  7. Oben ohne! Einfach mal das Make-Up weglassen 😉 Ich habs auf den Bildern zum Beitrag auch gemacht. Der Stress bis alles sitzt und passt, einfach besser nutzen für eine gute Tasse Kaffee <3

Wenn es jedoch dazu kommt, dass dich negative Energie überrumpelt und dir alles über den Kopf wächst und der Stress einfach überhand nimmt, dann finde eine paar Quick-Eins für dich wie du damit umgehst. Für mich ist das Sport. Am liebsten gehe ich inlineskaten. Da ich das nicht das ganze Jahr über mache ist auch das Laufen ein Teil davon geworden.

Versuch das Fasten einfach…dafür ist nicht zwingend die Fastenzeit nötig. Jeder Tag ist ein idealer Tag um damit anzufangen 😉 Mit kleinenZwischenzielen lässt es sich übrigens leichter fasten.

Viel Spaß bei eurem ersten Schritt in ein positives Leben.

Eure Lela

P.S.: Schaut auf Instagram und Facebook bei mir vorbei.
P.P.S.: Die schönen Bilder hat der liebe Wolfgang Hirt geschossen – sehr talentiert! Schaut mal bei ihm vorbei 🙂

Ende der Fastenzeit und ein Ende von Stress und negativer Energie im Alltag

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